| SKARNEVAL So langsam wird es zur Tradition! Jedes Jahr am Karnevalssonntag bitten die Koblenzer Skabands zum Tanz. Dieses Jahr geht das Koblenzer Ska Festival nun schon in die 3. Runde!!! Es spielen auf: „Make the Day“, die 'Blues Brothers' unter den Skalern - Posaune, Sax und Trompete! „Horny Hostage“, die beste und einzige Koblenzer Skapunkkombo - 2 Trompeten! „HotPot“, das 10-köpfige Skanking-Inferno - Posaune, Trompete, Sax Orgel, female-sugar-vocals! Gäste dürfen bei dieser „Skaplosion“ der Extraklasse natürlich auch nicht fehlen! Ladies and Gentlemen, Rudegirls and Rudeboys: Die „Quicksteps“ aus Aachen! Ebenfalls 10-köpfig, existieren „Quickstep“ in dieser Besetzung seit 1999. Sie spielen eine Mischung aus 2-Tone, Reggae, Swing und Jazz, gepaart mit melodischem uptempo Ska. „Quicksteps“ teilten sich bereits die Bühne mit internationalen Legenden wie Laurel Aitken, Babylon Circus oder den Hotknives. Die üppige Bläserbesetzung, u.a mit Baritonsaxophon à la Madness, wird niemanden stillstehen lassen - Letzter Zug nach Skaville! Kurz um: jede Menge gute Laune mit 4 Wahnsinnsbands! Anschließend darf erneut das Tanzbein geschwungen werden. Dj Fiese Kamelle legt zwar leider weder die „Karavane“, noch andere ähnlich tolle "Songs" auf, aber genau deshalb ist Party angesagt! Infos: www.maketheday.de.vu www.hornyhostage.de www.hotpot-ska.de www.thequicksteps.de www.circus-maximus.org ********************** SKArneval in Koblenz - 6.2.2005 – Circus Maximus Quelle: www.derdude-goes-ska.de
Für einen Tag durfte Koblenz ein klein wenig die Hochburg des SKA spielen und dem Karnevalsgetümmel ein Schnäppchen schlagen. Zum 3. Mal wurden 250 koblenzer SKA-People mit dem ausverkauften SKA-Festival beglückt.
Wer hier aufspielte waren Make The Day, Hot Pot, Horny Hostage und nicht zuletzt The Quicksteps! Das koblenzer Circus Maximus darf man/frau sich nicht zu „maximus“ vorstellen. Bei ca. 250 Ska-People droht die verwinkelte Location nahezu aus allen Nähten zu platzen. Das lang ausverkaufte Konzert hatte dementsprechend die glühende Hitze gepachtet. * * * Was auch immer der angekündigte „Mojo-SKA“ bedeuten mag, so spielten die Make The Day als erste Band auf und machten auch gleich mächtig Bläser-Dampf. Drei Bläser (Posaune, Sax und Trompete), Gitarren plus natürlich Drums. Da ist eine junge Band aus Rheinlandpfalz am Start, deren spaßige Spiellaune absolut ehrlich rüberkommt. Die Jungs hatten, ebenso wie das Publikum, gleich von Anfang an ihren Megaspaß. Ob die Beschreibung als „Die Blues Brothers unter den Skalern“ zutrifft, überlasse ich mal anderen. Der langhaarige, blonde Sänger sticht zwar etwas aus den kappentragenden Mitmusikern hervor, aber es geht ja um Musik und nicht um optische Einheitlichkeit. Wenn die Band ihre Entwicklung so durchzieht, wird man sicherlich von ihnen noch hören. Da lass ich die Presse/Web sprechen: "Wenn ihr heute schon mal dem Sound lauschen wollt, der morgen aus dem Radio dröhnt, kommt auf ein Konzi und bringt eure Freunde mit. Schnell, wer weiß wie lange das noch erlaubt ist". Aus Platzgründen seien das genug der Worte. Es seie auf ihre kleine Webseite verwiesen. * * * Der „Sunshine-Ska“ von Hot-Pot als second Act schlug dann die etwas milderen Töne an, wobei das Duo aus Sänger und bezaubernden Sängerin durchaus Abwechselung versprach und spiegelte. Die z.T. sehr zarte Stimme der Sängerin ist absolut klasse, passt aber bei „Nightboat To Cairo“ (Madness) vielleicht nicht ganz zum Sound. Sie passt zum Jazz oder Soul vielleicht eher, wie zum poppigen SKA-Sound. Mit diesem Konzert verlässt uns eine weitere SKA-Band. Sie lösen sich auf, bzw. spalten sich in zwei neue Bands. Ich bin der Überzeugung, dass die 3 Bläser und der Sänger sich in der SKA-Szene wieder melden werden. * * * Ohhhhweija, und dann kamen die famosen Lokalhelden Horny Hostage. Hilfe! Die ohnehin tobende Menge, war nun vollkommen aus dem Häuschen! Dank an den Veranstalter, nicht mehr Karten verkauft zu haben, als wirklich nötig war. Denn das wäre jetzt, in der Sekunde, dramatisch geworden. SKA-Punk der extrem schnellen Art schallte durch den heißen Saal, und das gleich von Beginn an! Kein leises einspielen, kein Intro, nein, drauf auf die Seiten, die Drums, in die 2 Tröten geblasen und ab die Post. Kompromisslos! Wirklich beeindruckend, wie zwei Gitarren, zwei Bläser und der Drummer ein Publikum in nur wenigen Sekunden, zu einem ausbrechenden Vulkan werden lassen, der von einem tobenden Meer umgeben ist. Sublime, Mad Caddies, Reel Big Fish? Nein, man soll keine Vergleiche ziehen, aber alles war dabei. Selbst SKAOS-Elemente waren nicht ausgeschlossen. Die rockige Musik ist bestimmt von der etwas härteren Sängerstimme und einer dominierenden E-Gitarre, die den klassischen, schnellen Offbeat spielt. Ganz mein Geschmack! Die neue Trompeterin hat etwas. Die Schüchternheit wird sich sicherlich bald legen, wenn die Erfahrung gemacht und der SKA ins Herz geflossen ist. Das Ganze ist wirklich kein neuer Band-Lokal-Patriotismus. Und sicherlich hat es einen Vorteil in heimischen Gefielden zu spielen, aber von der Band wird man auch überregional noch mehr hören. * * * Zu mitternächtlicher Stunde kam nun der grandiose Hauptact mit der 10-köpfigen Band The Quicksteps aus dem westlichen Aachen! Meine kurze Befürchtung, dass nach den Lokalhelden, das Publikum die Ferne sucht, wurde nicht bestätigt. Nicht ganz einfach, nach dem lauten, heftigen SKA-Punk nun wieder die Leute auf 2-Tone und Reggae/Swing-Ska einzustimmen. Gewohnt bombastisch, professionell meistert die, mittlerweile international bekannte Band, The Quicksteps ihr Set! Der 4“stimmige“ Bläsersatz tut mal wieder seines, um die Show – und es ist eine grandiose, voluminöse Show – zu einem musikalischen Erlebnis werden zu lassen, die manch Bühne an die Kapazitätsgrenzen bringt! Der ska-gewandte Zuhörer bekam rasch mit, dass auch neue Stücke gespielt wurden, die die nächste CD schmücken werden. Man darf gespannt sein! Anwesenden SKA-Musikern, die eher zu der härteren Sorte gehören, war dann auch nur ein „boahr“ zu entlocken . Was hier als „2-Tone-Uptempo-Swing-Ska“ angekündigt wird, ist eine stimmgewaltige Komposition aus professionellen Musiker, die ihr Handwerk allemal verstehen. Ihre neuesten Erfolge in Frankreich zeichnen jetzt schon einen Weg vor, der die Bands weiter bringt als ihnen selber bewusst ist oder sie es wahrhaben wollen. Zu hoffen ist, dass es ihnen nicht wie Yellow Umbrella ergeht (aufgelöst). Martina, die Managerin, wird sicherlich dafür sorgen, dass die Band auf festem Boden bleibt und weiterhin unsere SKA-Herzen höher schlagen lässt. * * * Das koblenzer Publikum ist etwas eigen, das muss man schon sagen. Zum einen kann man das Skinheadaufkommen an einem Finger abzählen! Zum anderen, neben dem oft recht jungem Klientel, wird zwar kräftig gefeiert und abgetanzt, aber das Fordern bleibt aus. So kam es zu der wundersamen Situation, dass die The Quicksteps ihre 4-5 Zugaben quasi nachfragender Weise geben mussten. Das ist diese komische rheinländpfälzische Höflichkeit nach dem Motto: „na ja, vielleicht müssen die ja auch noch später weiter fahren.“ Im Ruhrpot hätte man die Band gelüncht, wenn sie nicht alle Zugaben gespielt hätten Gewollt waren die zusätzlichen Highlights allemal, was mit heftigen, ausgelassenem Abtanzen beantwortet wurde. Wie dem auch seie. Der SKArneval hat mit dieser Veranstaltung seinen festen Platz als jährliche Institution des SKA in dieser Republik gefestigt. Ein dringender Fakt, denn die Region braucht etwas mehr Power in Sachen SKA. Horny Hostage und Mista Svensson sind da erst mal ein Aufbruch. * * * Der Eintrittspreis von 7,--/8,-- Euro ist bei dieser Qualität absoluter Tiefstpreis, wobei auch die Getränkepreise des Circus Maximus sehr tolerant und publikumsfreundlich sind (3,-- Euro für ein Hefeweizen beispielsweise). Während das Konzert in den Kellerräumen stattfindet, zeigt sich die Lokalität auch nach dem Gig in den oberen, gediegeneren Cafe-/Kneipenräumlichkeiten als ein idealer Ort, um die Eindrücke zu verarbeiten, während man mit Ska-Musik in den verdienten Schlaf geschickt wird. * * * Fazit! In jeglicher Hinsicht ein Musikevent, das auch diesmal gezeigt hat, dass der SKA klasse Bands hervorbringt, die überall spielen können und den Spaß an der spritzigen Musik verbreiten. Dass ein Konzert/Festival nicht nur ein (SKA-)Stil bedeuten muss, sondern die Mischung der Stile zwischen SKA-Punk und Soul-/2-Tone SKA durchaus seine Faszination besitzt und die unterschiedlichsten Leute zusammen bringt, wurde mal wieder bewiesen. Noch bin ich kein Koblenzer, aber nach dieser Veranstaltung bin ich dem ein großes Stück näher gerückt. Da geht noch was! Keep on skankin’ DerDUDE Links zum Artikel: Circus Maximus | Hot Pot | The Quicksteps | Make The Day | SKA-Town Promotion | Mista Svensson | Promotion by Irie Ites | Horny Hostage ********************** SKArneval am 6.2.2005 im Circus Maximus in Koblenz Quelle: http://www.irieites.de/inhalt/onstagereviews/skarneval_05.htm Zum dritten Mal fand nun am Karnevalssonntag im Circus Maximus der SKARNEVAL statt - mittlerweile schon zu einer Institution geworden sowohl für SKA-Fans als auch für Leute, die dem Helau und Alaaf entfliehen wollen. Karten kauft man sich am Besten schon vorher oder man ist pünktlich da, da es immer proppenvoll ist. Genauso dieses Jahr: Um halb neun waren die Katakomben des Circus gefüllt und es kam keiner mehr rein. Etwa um dieselbe Zeit starteten "Make the Day" aus Montabaur, die auch schon letztes Jahr dabei waren, mit ihrer Show. Die sechs Kerle, insbesondere die drei Bläser, heizten die Stimmung gut an und schnell waren die vordersten Reihen ausgelassen am Tanzen. Die gut auf einander eingespielte Truppe lieferte schönen , melodischen und trompetenlastigen SKA, so dass nach ihrer Spielzeit auf jeden Fall Lust auf mehr geweckt wurde. Bei der Zugabe traten sie allerdings in ein Fettnäpfchen. Denn "Santaria" von Sublime war unserer Meinung nach nicht nur eine Anmaßung sondern auch noch schlecht gecovert. - schade, da uns die Band vorher echt gut gefallen hat. Als zweites betraten "Hot Pot" aus dem Hunsrück die Bühnenbretter. Ihr erstes Lied erinnerte schwer an die "Specials", wobei der Rest der Songs weniger Two-Tone orientiert war, sondern eher Third-Wave Stil hatte. Es gab auch einige Cover, die echt nicht schlecht waren, z.B. "Goodbye" von Save Ferris oder ein Song von Madness. Größtenteils ging es sehr abwechslungsreich zu, vor allem auch durch den abwechselnd weiblichen und männlichen Gesang. Die Dame am Mikrophon hatte allerdings zwischenzeitlich bei den Save Ferris-Covern ziemliche Mühe, da ihre Stimme für diese Lieder doch etwas zu dünn war, vor allem im Vergleich zu deren Sängerin Monique Powell. Wirklich schade, dass dies das letzte Konzert der Band war, was aber für uns den Vorteil hatte, dass es CDs für 2 gab, die wir natürlich direkt einsteckten. Als dann endlich "Horny Hostage", die Koblenzer SKAPunk - Lokalmatadore loslegten, kochte die Stimmung über. Dieser Band ist der SKARNEVAL überhaupt erst zu verdanken, da sie ihn vor drei Jahren ins Leben riefen und auch jedes Mal mit von der Partie waren. Mit der Standardbesetzung Gitarre, Bass, Schlagzeug plus Trompeter und Trompeterin geht es bei ihren Konzerten vom ersten bis zum letzten Song immer richtig rund! Dieser äußerst tanzbare SKA bekommt seinen punkigen Touch besonders durch Bastis raue Stimme. Die exzellente Offbeatgitarre gepaart mit Doppeltrompetenpower gibt der Musik ihren besonderen Schwung, der alle mitreißt. Die Rhythmusfraktion in Form von Schlagzeug und Bass spielt jedoch eine nicht mindere Rolle, sodass das Gesamtbild unserer Meinung nach eine ganz besondere SKA-Punk-Band ergibt. Echt schade, dass schon viele Leute weg waren als der Hauptact - die "Quicksteps" aus Aachen - anfingen. Vom ersten Moment an verbreitete die Band eine super Stimmung und holte das Letzte aus dem erschöpften Publikum raus - es wurde geskankt bis zum Umfallen! Es war einfach genial, was da abgeliefert wurde. Two - Tone - Uptempo - SKA der dank der vierer Bläserkapelle sehr melodisch ist. Treibende Rhythmen runden das professionelle Gesamtbild der Kombo ab. Wer dem Karnevalalltag entkommen will, sollte nächstes Jahr auf jeden Fall dabei sein... vielleicht gibt es dann sogar zwei Tage SKARNEVAL in Koblenz. Text: Jenny & Ralf |